Der Stromberger Begrünungskompasses wird um Krokusse und andere Frühblüher ergänzt.
Anfang April 2025 stellte die WGS-Fraktion den Antrag, der schließlich am 1. Juli 2025 auf die Tagesordnung gesetzt wurde.
Der Antrag im Wortlaut:
Sehr geehrter Herr Stadtbürgermeister Dapper-Fichtner,
die WGS-Fraktion stellt folgenden Antrag zur Beratung und Beschlussfassung in der nächsten Sitzung des Stadtrats: Ergänzung des Begrünungskompasses um Krokusse und andere Frühblüher zur Förderung der Biodiversität und insbesondere zur Unterstützung von Insekten.
Zur Förderung der Artenvielfalt und zur gezielten Unterstützung heimischer Bestäuberpopulationen beantragen wir, die bereits im Begrünungskompass ausgewiesenen Flächen sowie zusätzlich die Wiese in der Serpentine der Binger Straße gezielt um Krokusse und andere Frühblüher zu ergänzen. Dies leistet einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Insektenvielfalt und zur ökologischen Aufwertung des Stadtgebiets.
Begründung:
Krokusse zählen zu den ersten Nahrungsquellen für Wildbienen, Hummeln und andere Bestäuber – und das zu einer Jahreszeit, in der es nur sehr wenige blühende Pflanzen gibt. Sie sind pflegeleicht, vermehren sich selbstständig und tragen zugleich zur optischen Aufwertung städtischer Grünflächen bei. Eine Integration in bereits bestehende Begrünungsflächen stellt somit eine kosteneffiziente und ökologisch sinnvolle Maßnahme dar.
Um dem Ziel des Begrünungskompasses und dem Projekt „Stromberg blüht“ gerecht zu werden, sollte die Stadt eine aktive Vorbildfunktion einnehmen. Schon Anfang März lässt sich in vielen heimischen Gärten und städtischen Parkanlagen beobachten, wie hunderte von Bienen und Hummeln zu den bunten Frühblühern ausschwärmen und dort Nahrung finden.
Auf den im Antrag beschriebenen Flächen – insbesondere in der Serpentine der Binger Straße – waren selbst in der letzten Märzwoche bis auf wenige Krokusse kaum Frühblüher vorhanden (siehe beigefügte Fotos).
Daher bitten wir die Verwaltung, die Umsetzung dieses Vorschlags im Rahmen der nächsten Pflanzperiode einzuplanen. Darüber hinaus schlagen wir vor, die Pflanzaktion gemeinschaftlich mit Bürgerinnen und Bürgern, Schulen und Vereinen durchzuführen. Dies stärkt das Bewusstsein für den Naturschutz, fördert das bürgerschaftliche Engagement und entlastet zugleich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bauhofs bei der Durchführung der Pflanzarbeiten.
Nicht zuletzt trägt eine solche Pflanzung zur weiteren Aufwertung des Stadtbilds bei und schafft ein lebenswerteres Umfeld für alle Bürgerinnen und Bürger.
Finanzierung:
Die Finanzierung der Bepflanzung mit Frühblühern kann aus dem aktuellen Haushalt erfolgen – insbesondere aus dem Budget für Ortsverschönerung und/oder Kurtaxe.
Fotos:
Die Aufnahmen zeigen aus unserer Sicht den sehr bedauerlichen Zustand verschiedener Flächen, darunter auch der neu angelegten Begrünungskompassfelder.
Der Antrag wurde nach einigen Rückfragen einstimmig beschlossen. Nach Möglichkeit können die ersten Vorbereitungen bereits im Herbst 2025 starten – andernfalls erfolgt die erfolgreiche Umsetzung im kommenden Jahr 2026.