Ab Oktober 2025 gilt in Rheinland-Pfalz das neue Bestattungsgesetz.
Projekt Friedwald in Stromberg nun vor dem Aus?

Mit den Stim­men der regie­ren­den Ampel-Koali­ti­on – also SPD, Grü­ne und FDP – sowie der AfD-Frak­ti­on hat der Land­tag Rhein­land-Pfalz das libe­rals­te Bestat­tungs­ge­setz Deutsch­lands beschlossen.

Wesent­li­che Neuerungen:

  • Abschaf­fung der Fried­hofs­pflicht: Die Asche kann künf­tig auch zu Hau­se auf­be­wahrt oder außer­halb des Fried­hofs ver­streut wer­den, etwa in Rhein, Mosel, Saar oder Lahn. Vor­aus­set­zung ist eine schrift­li­che Wil­lens­be­kun­dung des Verstorbenen.

  • Ende der Sarg­pflicht: Erd­be­stat­tun­gen sind nun auch als Tuch­be­stat­tun­gen mög­lich – unab­hän­gig von reli­giö­sen Hin­ter­grün­den. Das erlaubt indi­vi­du­el­le­re, kul­tu­rell gepräg­te Abschiedsformen.

  • Tei­lung der Asche & Dia­mant­be­stat­tung: Ein Teil der Asche darf für Erin­ne­rungs­stü­cke wie syn­the­ti­sche Dia­man­ten oder Schmuck­stei­ne genutzt wer­den. Die übri­ge Asche muss wei­ter­hin bei­gesetzt werden.

  • Neue öko­lo­gi­sche Bestat­tungs­for­men: Mit der Zulas­sung von Humus- oder Reer­di­gung, bei der der Kör­per zu Erde wird, schafft das Gesetz nach­hal­ti­ge Alternativen.

Projekt „Bestattungswald“ vor dem Aus – finanzielle Lücke und vertane Ehrenamtsstunden

Das seit vie­len Jah­ren vom Stadt­rat beschlos­se­ne Pro­jekt „Bestat­tungs­wald“ in Strom­berg, das laut Rück­fra­gen bei Bür­ger­meis­ter Dap­per-Ficht­ner durch Untä­tig­keit bzw. zähes Bear­bei­ten der Kreis­ver­wal­tung und ihrer Mit­ar­bei­ter ver­zö­gert wird, steht unse­rer Ein­schät­zung nach nun vor dem end­gül­ti­gen Aus.

Für die Haus­halts­pla­nun­gen ab dem Jahr 2026 sind 70.000 € Ertrag pro Jahr aus die­sem Vor­ha­ben ein­ge­plant – davon 35.000 € bereits für das zwei­te Halb­jahr 2025 –, doch gibt es kei­ner­lei Anzei­chen für einen Pro­jekt­start. Ob der Initia­tor Fried­wald ange­sichts der neu­en Geset­zes­la­ge über­haupt noch in Strom­berg inves­tie­ren möch­te, erscheint uns höchst unwahr­schein­lich. Die weg­fal­len­den Ein­nah­men wür­den der Stadt Strom­berg aller­dings erheb­lich feh­len und rei­ßen eine spür­ba­re Lücke in den Haushalt.

Zudem ste­hen hin­ter dem Pro­jekt bereits etli­che ehren­amt­li­che Stun­den vie­ler Betei­lig­ter, die nun umsonst inves­tiert sein dürften.