Potenzial “Luftkurort” Schindeldorf nutzen!

Im Novem­ber 2023 hat sich der Stadt­rat ein­stim­mig dafür aus­ge­spro­chen, die not­wen­di­gen Gut­ach­ten für die Wie­der­erlan­gung des Prä­di­kats „Luft­kur­ort“ zu bean­tra­gen. Stadtbürgermeister Achim Schöf­fel setz­te sich bereits Anfang der 2000er Jah­re für die Erlan­gung die­ses Prä­di­kats ein, um die Bemühungen im wach­sen­den Frem­den­ver­kehr nach­hal­tig zu stär­ken. Der Sta­tus wur­de nach einem umfang­rei­chen Kli­ma­gut­ach­ten am 10. Dezem­ber 2006 ver­lie­hen. Die­se Gut­ach­ten müssen kon­se­quent alle 10 Jah­re erneu­ert wer­den, um den wert­vol­len Sta­tus aufrechtzuerhalten.

Seit­dem wer­den die Chan­cen, die die­ser Sta­tus bie­tet, kaum genutzt. Die Ein­nah­men aus der Kur­ta­xe von rund 20.000 € pro Jahr wur­den bis­her vor allem zur Ent­las­tung der ange­spann­ten Stadt­fi­nan­zen ver­wen­det, statt sie gezielt für die zah­len­den Kur­gäs­te und eine stär­ke­re Wert­schöp­fung vor Ort einzusetzen.

Die WGS möch­te die­se Pra­xis ändern. Die Ein­nah­men sol­len künf­tig ver­stärkt im Schin­del­dorf für sinn­vol­le und nach­hal­ti­ge Maß­nah­men ein­ge­setzt wer­den. Ziel ist es, das Gebiet lang­fris­tig attrak­ti­ver zu machen und mehr Gäs­te zu gewin­nen. Dafür braucht es eine enge Zusam­men­ar­beit mit dem Land & Golf Hotel sowie der Stabs­stel­le Tou­ris­mus der Verbandsgemeinde.

Wich­tig ist dabei, zunächst Maß­nah­men umzu­set­zen, die schnell sicht­bar sind und eine spür­ba­re Ver­bes­se­rung brin­gen. Gleich­zei­tig sol­len kla­re Zie­le fest­ge­legt und die Ver­wen­dung der Mit­tel trans­pa­rent gemacht wer­den. Auch enga­gier­te Bür­ger soll­ten aktiv ein­be­zo­gen wer­den. So ent­steht eine gemein­sa­me Ent­wick­lung, die von vie­len getra­gen wird.

Die WGS-Frak­ti­on wird sich dafür ein­set­zen, dass die­se Mit­tel künf­tig gezielt und nach­voll­zieh­bar auch im Schin­del­dorf ein­ge­setzt wer­den und die Inter­es­sen der Kur­gäs­te stär­ker in den Mit­tel­punkt rücken.

Es wird oft gesagt, dass man kei­ne zwei­te Chan­ce für einen ers­ten Ein­druck bekommt. Daher soll­ten wir die­sem beson­de­re Auf­merk­sam­keit schen­ken. Ein geschmack­vol­les „Herz­lich Willkommen“-Schild an der Orts­ein­fahrt sowie gepfleg­te und anspre­chend gestal­te­te Wege mit freund­li­chen, bun­ten Blu­men sind wich­ti­ge ers­te Schrit­te. Wer den Tou­ris­mus als Quel­le der Wert­schöp­fung nut­zen möch­te, muss eine Kul­tur der Gast­freund­schaft pfle­gen – und das beginnt bereits am Krei­sel am Orts­ein­gang von Stromberg.

Luft­kur­or­te zie­hen Men­schen an, die sich erho­len und etwas für ihre Gesund­heit tun möch­ten. Pas­sen­de Ange­bo­te wie Atem­the­ra­pien, Yoga oder Medi­ta­ti­on im Frei­en kön­nen das gezielt unter­stüt­zen. Die Natur und die gute Luft bie­ten dafür idea­le Vor­aus­set­zun­gen und machen Akti­vi­tä­ten wie Wan­dern, Rad­fah­ren oder Nor­dic Wal­king beson­ders attraktiv.

Ergän­zend kön­nen beson­de­re Wan­der­we­ge oder The­men­pfa­de ent­ste­hen, die die Natur der Regi­on erleb­bar machen. Auch Ver­an­stal­tun­gen, Work­shops oder Semi­na­re rund um Gesund­heit und Wohl­be­fin­den kön­nen dazu bei­tra­gen, den Ort wei­ter­zu­ent­wi­ckeln und neue Gäs­te zu gewinnen.

Eine kla­re Aus­rich­tung als gesun­der und erhol­sa­mer Ort kann den Orts­teil Schin­del­dorf und damit auch die Stadt Strom­berg über­re­gio­nal bekann­ter machen. In der Ver­mark­tung soll­ten vor allem die gute Luft und die ruhi­ge Lage im Mit­tel­punkt ste­hen. Gleich­zei­tig ist es wich­tig, Natur und Umwelt zu schüt­zen und nach­hal­tig zu handeln.

Regio­na­le Pro­duk­te wie Lebens­mit­tel oder Hand­werk soll­ten stär­ker ein­ge­bun­den wer­den. Das stärkt die loka­le Wirt­schaft und bie­tet den Gäs­ten ein authen­ti­sches Erlebnis.